Code-Deduktion
Die Code-Deduktion sieht aus wie Mastermind und wird anders gespielt. Die Versuche oben auf dem Brett sind nicht deine: Sie sind bereits geraten, bereits bewertet und gehören zur Aufgabe. Du rätst nicht, du rechnest — und tippst genau einmal ein, was der Code sein muss.
Die Regeln
Der versteckte Code besteht aus vier Feldern. Jedes trägt eine von mehreren Farben, die zugleich eine Form haben — Kreis, Quadrat, Dreieck, Raute, Stern, Sechseck. Die Form ist nicht Schmuck: Wer Farben schlecht unterscheidet, liest die Form, und beide meinen dasselbe.
Unter jedem der bewerteten Versuche stehen kleine Pins. Sie sagen, wie gut er war — aber nicht, wo:
- Ein schwarzer Pin heisst: eine Farbe steht an der richtigen Stelle. Welche, sagt er nicht.
- Ein weisser Pin heisst: eine Farbe kommt im Code vor, steht hier aber an der falschen Stelle.
- Kein Pin für eine Farbe heisst: sie kommt im Code gar nicht vor.
Die Reihenfolge der Pins bedeutet nichts. Sie sind eine Zählung, kein Zeigefinger — und genau daraus entsteht die ganze Denkarbeit.
Auf den unteren Stufen enthält der Code keine Farbe doppelt; auf Schwer darf er es. In den bewerteten Versuchen dürfen Wiederholungen immer vorkommen — die Regel beschränkt den Code, nicht die Fragen an ihn.
Ein Beispiel, Schritt für Schritt
Ein echtes Brett der Stufe Leicht: vier Felder, vier Farben, keine doppelt. Das sind 24 mögliche Codes zu Beginn. Jede bewertete Zeile schneidet davon etwas weg; die Zahl daneben sagt, wie viel übrig bleibt.
Schritt 1Ausschluss — Zeile 1 zeigt Kreis, Raute, Quadrat, Kreis und bekommt 2 schwarze und einen weissen Pin: 2 Steine stehen an der richtigen Stelle, einer trifft eine Farbe des Codes an einer falschen. Jeder Code, bei dem das anders ausfiele, fällt weg. Möglich bleiben noch 20 von 24 Codes.
Schritt 2Ausschluss — Zeile 2 zeigt Kreis, Kreis, Quadrat, Kreis und bekommt 2 schwarze und keinen weissen Pin: 2 Steine stehen an der richtigen Stelle — und darüber hinaus trifft kein Stein mehr eine Farbe, die im Code noch frei wäre. Möglich bleiben noch 5 von 24 Codes.
Schritt 3Ausschluss — Zeile 3 zeigt Quadrat, Raute, Dreieck, Kreis und bekommt keinen schwarzen, dafür 4 weisse Pins: 4 Steine treffen eine Farbe des Codes, aber kein einziger steht an der richtigen Stelle. Von 24 Codes bleibt damit genau einer übrig.
Schritt 4Eindeutig — Nach allen 3 Zeilen bleibt genau ein Code übrig, der zu jeder von ihnen passt. Mehr braucht es nicht — und weniger hätte nicht gereicht. Damit steht der Code: Kreis, Dreieck, Quadrat, Raute.
Die Techniken beim Namen
Das sind dieselben Namen, die im Spiel über einem gekauften Tipp stehen. Anders als bei den Gitterrätseln benennen sie nicht ein Feld, sondern was eine Zeile mit der Menge der möglichen Codes anstellt.
- Ausschluss. Der Normalfall: Eine bewertete Zeile passt zu manchen Codes und zu anderen nicht. Die anderen fallen weg. Jede Zeile für sich ist harmlos — erst alle zusammen lassen einen übrig.
- Leerzeile. Eine Zeile ganz ohne Pin schliesst jede Farbe aus, die in ihr vorkommt — auf einen Schlag und für den ganzen Code. Das ist der stärkste Einzelhinweis des Spiels und zugleich der seltenste: Auf Leicht und Mittel kann er gar nicht auftreten, weil sich Versuch und Code bei so wenigen Farben zwangsläufig überschneiden.
- Eindeutig. Kein eigener Denkschritt, sondern das Ende: Bleibt nach allen Zeilen genau ein Code übrig, ist er die Lösung.
Ein Griff, der fast immer weiterhilft: Fang bei der Zeile mit den wenigsten Pins an. Sie sagt am meisten darüber, was der Code nicht ist, und Ausschluss ist hier billiger als Bestätigung.
Selbst üben
Im Übungsmodus kannst du die Code-Deduktion einzeln spielen, so oft du willst und in der Stufe, die du wählst. Nichts davon zählt für eine Rangliste — es ist der Ort zum Ausprobieren.